seelische Gesundheit und Recovery

09. & 10. Juni 2016, Bern

Symposium Schwerpunkt

Herzlich willkommen auf der Webseite des 3. internationalen Psychiatriekongresses seelische Gesundheit und Recovery 2016

Ziel dieser Kongressreihe ist Fachleute, Angehörige und Erfahrene zu einem Dialog einzuladen, um die heute wesentlich verbesserten Behandlungs- und Rehabilitationsmöglichkeiten gemeinsam zu beleuchten und Wege aufzuzeigen, um diese optimieren zu können.

„Gemeinsam unterwegs zur sozialen Teilhabe“ lautet der Leitgedanke des diesjährigen Kongresses. Dieser Gedanke enthält drei wesentliche Elemente, die seelische Gesundheit und Recovery ausmachen: Das Miteinander, die Reise und die soziale Inklusion.

Viele Menschen mit psychischen Erschütterungserfahrungen beschreiben soziale Teilhabe oder Inklusion als den entscheidenden Faktor im Recovery-Prozess, sei dies als Ziel oder als bereits vorhandene Möglichkeit. Einen Arbeitsplatz, eine Beziehung oder Freunde zu haben, sowie seinen Beitrag an die Gesellschaft leisten zu können sind Ziele, die der individuellen Recovery-Reise vielfach sowohl die Ausrichtung als auch die notwendige Motivation verleihen.

Doch wie kann die soziale Inklusion gelingen in einer Gesellschaft, die zunehmend geprägt wird durch permanenten Wettbewerb und sozialer Ungleichheit? Einen möglichen Weg aus dieser Situation bietet die Stärkung des Miteinanders durch erweiterte Formen der Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang wird aktuell das Konzept der „Koproduktion“ breit diskutiert. Mit „Koproduktion“ wird ein Verfahren beschrieben, mit welchem man Herausforderungen mit allen daran Beteiligten zu lösen beginnt. Auf die Psychiatrie und ihre Dienstleistungen übertragen bedeutet dies, dass Fachpersonen, Betroffene und Angehörige sich zusammentun, um Dienstleistungen zu entwickeln und anzubieten, welche die seelische Gesundheit und Recovery fördern und unterstützen (exemplarisch werden an dieser Tagung verschiedene Workshop-Themen in Koproduktion erarbeitet).

Mit seiner dritten Auflage hat der Kongress seinen Standort gewechselt: von der Peripherie weg und hin ins Zentrum der Stadt Bern. Das hat sowohl symbolischen Charakter, als auch einen praktischen Nutzen. Symbolisch findet neu die Auseinandersetzung mit seelischer Gesundheit und Recovery inmitten der Gesellschaft statt, wo sie auch hingehört. Der praktische Nutzen liegt darin, dass die Räumlichkeiten des Inselspitals mehr Platz bieten und wir so eine grössere Anzahl Interessenten den Kongressbesuch ermöglichen können.

Eine weitere Neuerung ist die Ausschreibung der Recovery-Geschichten. Wir erhielten zahlreiche spannende und bewegende Geschichten zugeschickt, die eindrücklich die Vielfältigkeit der Recovery-Reisen manifestierten. Von einer Jury wurden drei Geschichten ausgewählt, die im Rahmen einer Lesung von den Autorinnen und Autoren vorgestellt werden.

Einen grossen Dank möchten wir den beiden Kliniken Sanatorium Kilchberg AG und Universitäre Psychiatrische Dienste Bern sowie den Kooperationspartnern Pro Mente Sana, Berner Fachhochschule Fachbereich Gesundheit und Fachhochschule der Diakonie Bielefeld und den Sponsoren aussprechen. Dank deren Engagement und Beiträgen dieser Kongress auch in diesem Jahr ohne Industriesponsoring und unabhängig durchgeführt werden kann.

Dieses Jahr stehen neben den Symposien zu den Themen Recovery und Forschung sowie Recovery und soziale Teilhabe, die Themen der, mittlerweile auch von der Schweiz ratifizierten, Uno Behindertenrechtskonvention (BRK) und deren Umsetzung in der Schweiz und das Thema Recovery und Medizin im Vordergrund.

Dafür ist es uns gelungen international renommierte Referentinnen und Referenten sowie Moderatorinnen und Moderatoren für Impulsreferate, Diskussionsforen und Workshops zu gewinnen. Mehr dazu unter -> Programm.

Wir freuen uns Sie am 09. und 10 Juni 2016 auf dem Areal des Inselspitals in Bern für den Kongress begrüssen zu dürfen.

Das Kongresskomitee:
  • Christian Burr, MScN, Bereichsleiter Pflege, UPD Bern
  • Santo Casablanca, Sozialarbeiter Familienpflege, UPD Bern
  • Sibylle Glauser, Leiterin Beratungsstelle für Angehörige, UPD Bern
  • Anna Hegedüs, Mag., wiss. Mitarbeiterin, Abteilung Pflegeentwicklung- und forschung, UPD Bern
  • Holger Hoffmann, Priv.-Doz. Dr.med., Chefarzt Direktion psychiatrische Rehabilitation, UPD Bern und Soteria Bern
  • Volker Roder, Prof. Dr. phil., Leiter AG Therapieforschung, UPD Bern
  • Andrea Winter, Betroffenenvertreterin/Übersetzerin, UPD Bern
  • Gianfranco Zuaboni, cand. PhD, MNSc, Leiter Pflegeentwicklung, Sanatorium Kilchberg (ZH)